Was ist HD und ED?

HD und ED sind die Abkürzungen für die medizinischen Fachbegriffe Hüftgelenksdysplasie und Ellenbogendysplasie.

 

Alle Zuchthunde im GRC müssen vor der Zuchtzulassung auf diese Erkrankungen untersucht werden.

 

Dafür gibt es spezielle Tierärzte, die sich fortgebildet haben und eine Zulassung für diese offizielle Untersuchung vom VDH bekommen haben.

 

HD/ED GUTACHTER
Gemäß Beschluss und Zustimmung des VDH ist seit dem 1. Oktober 2015 ein neuer Gutachter für die HD- und ED-Auswertungen tätig:

 

Dr. Heinrich Camp
Fachtierarzt für Kleintiere und Chirurgie
Tierärztliche Klinik am Forstgarten
Landwehr 8, 47533 Kleve
www.tierklinik-camp.de

 

Die Ergebnisse zu unserem Zuchtrüden finden Sie hier.

Bei dieser Erkrankung steht der Hüftgelenkkopf nicht richtig in der Hüftgelenkspfanne, die u.a. zu flach ausgebildet wurde.

Es gibt verschiedene Schweregrade, bei denen die Beschwerden des Hundes von fast nicht spürbar bis zu schweren Behinderungen beim Laufen und Bewegen reichen. In den meisten Fällen werden auch Arthrosen ausgebildet, die zu einer Verschlimmerung der Beschwerden im Alter führen.

HD = Hüftgelenksdysplasie - Fehlstellung der Hüfte
HD ist eine erblich bedingte Fehlentwicklung des Hüftgelenkes, bei der die Hüftpfanne und der Oberschenkelkopf in ihrer Form nicht auf einander abgestimmt sind.

Zeichnung A 

können Sie sehen, wie eine gesunde Hüfte aussieht: Die Kugel hat eine schöne und gleichmäßig Form und sitzt tief in der Pfanne.

Zeichnung B

sehen Sie eine Pfanne, die nicht sehr gut ausgebildet ist.

Zeichnung C

hat die Kugel eigentlich gar keinen Halt mehr. Die Veränderung des Winkels können Sie auch sehr gut sehen.

Quelle: welpen.de

Erläuterungen zu den Ergebnisse:

Bis 2002 wurde ein Gesamtergebnis für beide Hüften ermittelt. Anfangs mit Zahlen, dann mit Buchstaben.

0=frei, 1=Verdacht, 2=leicht, 3=mittel, 4-schwer.

Hier bleibt festzustellen, dass selbst Hunde mit 3 nur mäßige Beschwerden im Alter hatten.

 

Heute werden beide Hüftwerte getrennt ermittelt und statt Zahlen werden Buchstaben und Zahlen verwendet, um das Ergebnis noch genauer darzustellen.

  • A1 und A2 =frei,
  • B1 und B2= Verdacht/Übergang,
  • C1 und C2=leicht,
  • D1 und D2 =mittel,
  • E1 und E2=schwer

Es kann also ein Ergebnis A1/C1 vorkommen, welches bedeutet, dass eine Hüfte ganz normal entwickelt ist, während die andere leicht verändert ist.

ED - Ellenbogengelenksdysplasie
Fehlstellung des Ellenbogen
Bei ED handelt es sich um eine wahrscheinlich vererbbare Wachstumsstörung der Unterarmknochen (Elle und Speiche)

Bei dieser Erkrankung kommt es in den Ellenbogengelenken der Vorderbeine zu Fehlentwicklungen im Knorpelwachstum. Kleine Splitter können sich lösen und im Gelenk wandern. Dies führt zu weiteren Schäden und auch zu entzündlichen Erkrankungen, bei denen der Hund große Schmerzen hat .

 

Auch hier erfolgt die Auswertung für beide Ellenbogen getrennt und der Schweregrad wird mit römischen Zahlen dargestellt.

0=frei, I=leicht, II=mittel, III=schwer

 

Der Erbgang für beide Erkrankungen ist noch nicht geklärt. Sicher ist allerdings, dass diese sowohl verebt als auch erworben werden können und dass sich Genetik, Ernährung und Haltung beeinflussen.

 

Sind die Eltern der Welpen HD-ED "frei", ist die Wahrscheinlichkeit größer einen gesunden Hund mit nach Hause zu nehmen. Eine HD bzw. ED kann aber auch hier nicht ganz ausgeschlossen werden, da die Aufzucht in der Wachstumsphase auch eine große Rolle spielt.

Krankheitsanzeichen

Im Laufe der Skelettreifung kommt es beim Welpen und Junghund zu verschiedenen Veränderungen am Hüftgelenk. Betroffen sind, wie schon erwähnt, die Knochen des Hüftgelenks. Das Hüftgelenk besteht aus der Hüftgelenkpfanne, die vom Becken gebildet wird, dem Oberschenkelkopf und dem Schenkelhals, ebenso gehören die Gelenkkapsel und die Muskeln der Hüfte und des Oberschenkels dazu.

Bei einem normal verlaufenden Wachstum zentriert sich der Oberschenkelkopf (Femurkopf) in der Hüftgelenkpfanne (Azetabulum) zunehmend, während es bei einer HD allmählich zu einem Abwandern des Oberschenkelkopfes von der Pfanne kommt.

Die Entwicklung dieser Fehlbildung kann sich unterschiedlich geprägt fortsetzen und bedeutet eine verschiedengradige, teilweise Subluxations (Ausrenkung des Hüftgelenkes). In extremen Fällen kann die Fehlbildung sich soweit entwickeln, dass es zu einer kompletten Ausrenkung (Luxation) des Hüftgelenks kommen kann. Eine weitere Form der HD ist eine unzureichende Ausbildung der Pfanne oder der Kugel.

Nur ein Röntgenbild kann Aufschluss darüber geben, ob ein Hund an HD leidet und welchen Schweregrad diese hat.

Wann wird geröntgt?

Junge Hunde können bei Verdacht mit ca. 6 Monaten an der Hüfte geröntgt werden, um zu sehen, ob die Gefahr einer HD besteht. Allerdings ist eine HD-freie Diagnose in diesem Alter noch kein Freischein, denn der Hund ist noch nicht ausgewachsen. Liegt in diesem Alter allerdings ein Schaden vor, so kann man mit der Ernährung und gezieltem Training eventuell schlimmeres abwenden.

 

Hauptröntgenaufnahme

Die Hauptröntgenaufnahmen wird mit einem Jahr durchgeführt, Hunde die zur Zucht eingesetzt werden sollten, müssen diese Untersuchung machen. Für den „Normal-Hundebesitzer“ ist es allerdings ratsam, wenigstens ein Röntgenbild von den Hüften seines ausgewachsenen Hundes zu haben. So kann man nicht durch Unwissen schlimmer machen was eventuell schon schlimm genug ist.

Eine Garantie ist ein Röntgenbild nicht, aber es beruhigt ungemein.

 

Auch die Ernährung spielt eine Rolle

Die Entwicklung der Hüfte wird zum einen durch die Erbanlagen der Elterntiere beeinflusst, aber auch durch die Ernährung des Hundes. Bei der Ernährung eines Junghundes, gerade bei großen Rassen, sollte es vermieden werden, dass die Tiere zu schnell wachsen. Hierbei hat das Futter eine tragende Rolle.

Im Futter sollte ein Überangebot von Kalzium vermieden werden. Bei der Verwendung eines Vollwertfutters sollte daher darauf geachtet werden, dass das Verhältnis von Phosphor zu Kalzium etwa 1:1 ist.

 

Quelle: Welpen.de

Die Röntgenergebnisse

Damit man einen Überblick über die Erbmasse der Elterntiere bekommt, sind die Ergebnisse der Welpen für uns Züchter von besonderer Bedeutung und werden auch in der GRC-Zeitschrift veröffentlicht.

 

Wir freuen uns daher über jedes Röntgenergebnis.

 

Hierfür sind die Untersuchungen ab einem Alter von 12 Monaten wichtig. Die Untersuchungen sind freiwillig und mit Kosten verbunden, so dass eventuell nicht von allen Welpen eines Wurfes Ergebnisse vorliegen.

 

Allerdings haben wir die Erfahrung gemacht, dass die Ergebnisse auch den Familien, die nicht in die Zucht gehen, ein gutes Gefühl gibt, die große Wahrscheinlichkeit zu haben, dass ihr Vierbeiner gesund unterwegs ist. Zumal man, falls die Ergebnisse Verdachtsmomente darstellt, rechtzeitig für diesen jungen Hund viel tun kann.

Zu unseren Ergebnissen - Bild anklicken

Hier finden Sie uns

Golden Dognose

Regina Kötting
Schützenstr. 38
53577 Neustadt (Wied)

Kontakt

Rufen Sie einfach an unter

 

(0 26 83) 3 15 67

 

 

oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

 

Mitglied im:

Zwingername geschützt durch den: